Nahost

Liveticker Iran-Krieg: "Tyrann des Nahen Ostens ist tot" – Trump verkündet erneut Sieg über Iran

Der Nahostkonflikt hat eine neue Stufe der Eskalation erreicht, seit die USA und Israel einen Angriffskrieg gegen Iran begonnen haben. Iran reagiert auf die Angriffe mit Raketenangriffen auf US-Militärbasen in der Region und auf Israel. Wir berichten über die aktuellen Entwicklungen.
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  • 10.06.2026 14:16 Uhr

    14:16 Uhr

    "Tyrann des Nahen Ostens ist tot" – Trump verkündet erneut Sieg über Iran

    Seit Wochen kompensiert US-Präsident Donald Trump den für Washington mehr als unzufriedenen Verlauf des provozierten Kriegs gegen Iran mit subjektiven Wahrnehmungen auf Truth Social. 

    Zu den regelmäßigen Mitteilungen in den sozialen Medien, wie auch Erklärungen gegenüber Journalisten, gehören dabei Darlegungen zum Status quo des iranischen Militärs und den "Erfolgen" bei der Tötung iranischer Spitzenpolitiker.

    So heißt es wörtlich auf Truth Social am Tag nach den jüngsten "Selbstverteidigungsschlägen", den kurzzeitigen Luftangriffen auf militärische Stellungen Irans entlang der iranischen Küste an der Straße von Hormus:

    "Das iranische Militär ist ein einziges Chaos. Ein Großteil davon, wie etwa die Marine und die Luftwaffe, existiert gar nicht mehr – sie wurden vollständig besiegt. Iran redet nur und tut nichts. Der Tyrann des Nahen Ostens ist TOT!!! Sie haben zu lange gebraucht, um ein Abkommen auszuhandeln, das für sie großartig gewesen wäre, jetzt müssen sie den Preis dafür zahlen!!!"  

    Als unmittelbare Reaktion auf die "militärische Aggression der USA gegen Iran" erfolgten seitens Teherans noch in der Nacht und in den Morgenstunden mehrere Angriffe auf US-Stützpunkte und ‑Einrichtungen in der Region.

  • 13:30 Uhr

    Israelische Streitkräfte forcieren weiterhin Angriffe auf den Südlibanon

    IDF-Kräfte setzen laut Vorgaben der Netanjahu-Regierung ihre militärische Okkupationspolitik mit brutaler Routine fort.

    So wurden am Mittwochvormittag laut libanesischen Medienagenturen gleich mehrere Dörfer und Gemeinden im Südlibanon angegriffen, wobei es erneut zu Toten und Verletzten kam. Ausgeführt wurden die Angriffe mehrheitlich mittels Drohnenattacken und gezielten Offensiven der Luftwaffe.

    Parallel erfolgte auf X die erneute "Evakuierungsanordnung" durch IDF-Militärsprecher Avichay Adraee, wobei in zwei separaten Meldungen die Bevölkerung gleich mehrerer Ortschaften zur Flucht gezwungen wurde.

    Dabei heißt es erneut zynisch in der unmittelbaren Androhung formuliert:

    "Aus Sorge um Ihre Sicherheit müssen Sie Ihre Häuser unverzüglich verlassen und sich in Gebiete nördlich des Zahrani-Flusses begeben. […] Jeder, der sich in der Nähe von Hisbollah-Kämpfern, deren Einrichtungen und deren Kampfmitteln aufhält, bringt sein Leben in Gefahr!"

  • 12:00 Uhr

    Trump wirft Iran Abschuss von Apache-Hubschrauber vor

    US-Präsident Donald Trump hat Iran Vergeltungsmaßnahmen angedroht. Er bestätigte, dass Iran am Vortag einen amerikanischen Hubschrauber über der Straße von Hormus abgeschossen habe.

    Die Besatzung des Apache-Kampfhubschraubers sei gerettet worden, betonte Trump.

  • 09:38 Uhr

    Teheran warnte Washington mit militärischen Reaktionen vor nächtlichen US-Angriffen

    US-Präsident Donald Trump ließ über Truth Social am gestrigen frühen Abend ankündigen, dass das "großartige US-Militär" laut Wahrnehmungen Washingtons auf den vermeintlichen Abschuss eines US-Hubschraubers durch die iranische Armee "dennoch …zwangsläufig auf diesen Angriff reagieren" müsse.

    Rund eine Stunde später reagierte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi auf X auf die Ankündigung des US-Präsidenten, um wörtlich zu erklären:

    "Iran bevorzugt die Sprache der Diplomatie. Doch wie unsere tapferen Krieger der Welt gezeigt haben, beherrschen wir auch andere Sprachen."

    Einleitend lautete die Mitteilung Teherans an Washington gerichtet:

    "Die Straße von Hormus ist kein internationales Gewässer, sondern wird von Iran und Oman gemeinsam verwaltet und liegt Tausende Kilometer von den Küsten der USA entfernt. Die Seegrenzen sind glasklar. Unsere mächtigen Streitkräfte sind ständig in Alarmbereitschaft, um jegliche Verletzung des iranischen Luftraums, des Hoheitsgebiets oder der Gewässer zu verhindern.

    Bezugnehmend auf die attackierten US-Militärstützpunkte in der Region und die gezielten Angriffe seitens der IRGC auf Ziele in den Anrainerstaaten erklärte Araghtschi, dass "ausländische Streitkräfte in der Nähe unseres Hoheitsgebiets aufgrund eigener menschlicher Fehler, reiner Unfälle oder der Gefahr, in ein Kreuzfeuer zu geraten, einem ständigen Risiko ausgesetzt" seien.

  • 09:10 Uhr

    US-Raketen zerstören Wassertanks im Süden Irans

    Die iranische Nachrichtenagentur Mehr News informiert über die Folgen der US-Angriffe in der vergangenen Nacht. 

    So informiert der Geschäftsführer des "Wasser- und Abwasserunternehmens der Provinz Hormozgan" laut Mehr News-Artikel, dass am frühen Mittwochmorgen ein Raketenangriff auf die Anlage stattgefunden habe, der unmissverständlich "auf [die] wichtige Infrastruktur der Wasserversorgung gerichtet gewesen sei".

    Laut weiteren Informationen seien bei dem gezielten US-Luftangriff ein "500-Kubikmeter-Tank und ein 2.000-Kubikmeter-Tank vollständig zerstört worden", so der Geschäftsführer darlegend. Beide Tanks hätten "eine zentrale Rolle bei der Trinkwasserversorgung" des Bezirks Bemani und der Stadt Kuhestak gespielt.

    Die Wasserversorgung der umliegenden Dörfer von Bemani sowie der Stadt Kuhestak sei aufgrund der Schäden zurzeit unterbrochen. Einsatz- und Krisenmanagementteams aus der Region würden nun daran arbeiten, "alternative Maßnahmen zu ergreifen, um eine stabile Wasserversorgung sicherzustellen".

  • 08:46 Uhr

    Pentagon erklärte Angriffe auf Iran vorerst für beendet

    Das Pentagon in Washington lässt auf X über das US-Centcom die jüngste militärische Aggression gegen Iran für beendet erklären.

    Der Titel der Mitteilung lautet: "USA schließen Luftangriffe als Reaktion auf den iranischen Angriff auf den Apache-[Hubschrauber] ab".

    Abschließend heißt es am Mittwochmorgen auf X:

    "Die Operation war eine angemessene Reaktion auf die jüngsten Angriffe auf US-Streitkräfte und internationale Handelsschiffe, die die regionalen Gewässer durchfuhren. Die US-Streitkräfte bleiben wachsam und sind bereit, sich gegen ungerechtfertigte iranische Aggressionen zu verteidigen."

  • 08:35 Uhr

    Nächtliche Angriffe und Attacken seitens Washingtons und Teherans

    In der Nacht und am frühen Mittwochmorgen ergaben sich mehrere gegenseitige militärische Attacken, ausgehend von der Entscheidung Washingtons, erneut Ziele in Iran anzugreifen.

    Das US-CENTCOM teilte dabei auf X mit, dass in der Nacht "auf Anweisung des Oberbefehlshabers die Streitkräfte … mit Selbstverteidigungsschlägen gegen Iran" aufgrund des vermeintlichen Abschusses eines US-Armeehubschraubers vom Typ AH-64 Apache nahe der Straße von Hormus durch die iranische Armee begonnen hätten.

    Laut US-Medien erfolgten die US-Luftangriffe auf iranische Radarstellungen entlang der iranischen Küste an der Straße von Hormus sowie auf "Luftabwehrsysteme (Air Defense Sites) im Süden Irans".

    Die politische Führung in Teheran ordnete daraufhin eine umgehende militärische Reaktion an. Die Presseführung des Korps der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) teilte am frühen Mittwochmorgen mit, dass "Luft- und Raumfahrtstreitkräfte einen Raketenangriff auf vier militärische Ziele auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Al-Azraq in Jordanien durchgeführt haben", so die Agentur IRNA zitierend. Zudem soll "die fünfte US-Flotte in Bahrain" am frühen Morgen mit Drohnen attackiert worden sein, so weiteren Informationen seitens der IRGC.

    Iranische Nachrichtenagenturen zitieren am Morgen eine Stellungnahme der politischen Führung in Teheran: So heißt es:

    "Als Reaktion auf die militärische Aggression der USA gegen Iran und die eklatante Verletzung der nationalen Souveränität und territorialen Integrität Irans haben die iranischen Streitkräfte ihr Recht auf Selbstverteidigung ausgeübt und US-Stützpunkte und ‑Einrichtungen in der Region angegriffen, von denen aus die Angriffe ausgegangen waren." 

  • 9.06.2026 13:15 Uhr

    13:15 Uhr

    Acht Tote nach IDF-Luftangriffen auf die Stadt Tyros

    IDF-Einheiten haben wie am Dienstagmorgen via X-Mitteilung angedroht – siehe Ticker-Meldung von 09:45 Uhr –, zivile Wohngebiete in der drittgrößten libanesischen Stadt Tyros über Luftangriffe attackiert.

    Dabei seien "mindestens acht Menschen" bei einem Luftangriff "auf ein dicht besiedeltes Wohngebiet" ums Leben gekommen, wie der Zivilschutz im Südlibanon gegenüber Al Jazeera Arabic mitteilte.

    Der tödliche Angriff erfolgte kurz nachdem das israelische Militär unmissverständliche Zwangsräumungsbefehle für die Stadt Tyros erlassen hatte, die auch explizit an die Bevölkerung des christlichen Viertels der historischen Stadt adressiert waren. Mitarbeiter des libanesischen Zivilschutzes hätten umgehend ältere Menschen evakuiert, während Einwohner aus Tyros Richtung Norden flohen. Weiter heißt es bei Al Jazeera zu der Situation am Vormittag:

    "In den letzten Stunden, seit dieser neuen Angriffsdrohung seitens Israels, ist Panik ausgebrochen, während die Menschen aus der Stadt fliehen."

    Das Foto zeigt heutige Einschläge in der Küstenstadt Tyros.

    Zudem wurden laut Behördenangaben bei einem weiteren israelischen Angriff, dabei auf die Stadt Sharqiyah im Südlibanon, mindestens drei Menschen verletzt, darunter zwei Rettungskräfte.

  • 11:36 Uhr

    JD Vance: Washington möchte Ergebnis im Sinne der USA, nicht Israels

    US-Vizepräsident JD Vance äußerte in einem Interview mit dem US-Sender Fox News die jüngsten Einschätzungen des Oval Office zu den stockenden Verhandlungen mit Teheran.

    Die Trump-Administration präferiere demnach weiterhin ein finales Abkommen mit Iran, auch gegen mögliche inhaltliche Einwände seitens Israels. Dazu erklärte Vance den US-Zuschauern zum zentralen Thema der Verhandlungen:

    "In den letzten anderthalb Jahren haben wir den notwendigen Spielraum geschaffen, sodass der Präsident davon überzeugt ist – und ich denke, er hat Recht –, dass wir eine langfristige Einigung im Atomstreit mit dem Iran erzielen können."

    Hinsichtlich der Positionen und Forderungen der Netanjahu-Administration gab der Republikaner weiter zu Protokoll:

    "Nun mag Israel das gefallen oder auch nicht. Aber grundsätzlich sind wir der Ansicht, dass dies im besten Interesse der Vereinigten Staaten von Amerika liegt."

    Die Trump-Regierung werde daher "dieses Vorhaben" weiter vorantreiben, denn genau dafür, so JD Vance, "wurde der Präsident der Vereinigten Staaten gewählt, und genau das müssen wir tun, um dem amerikanischen Volk bestmöglich zu dienen."

    Die Fox News-Redaktion kündigte auf X zu dem Interview an, dass demnach zeitnah ein erneutes Treffen zwischen Trump und Netanjahu in Washington stattfinden werde, da das Pentagon mittlerweile "Israel als Bedrohung" einstufe. Dazu heißt es wörtlich:

    "Der Vizepräsident erklärte gegenüber Fox News, dass die beiden Länder zwar gemeinsame Interessen hätten, die US-Politik jedoch von amerikanischen Zielen bestimmt werde, nicht von israelischen. Ein Treffen zwischen Trump und Netanjahu im Weißen Haus, bei dem es um viel geht, steht bevor, da das Pentagon Israel zu einer der größten Bedrohungen für die Spionageabwehr eingestuft hat."

  • 09:45 Uhr

    IDF droht Bewohnern der drittgrößten libanesischen Stadt Tyros

    Die israelische Armee setzt trotz internationaler Kritik ihre militärischen Angriffe gegen vermeintliche Stellungen der Hisbollah im Libanon fort.

    So informierte IDF-Sprecher Avichay Adraee am Dienstagmorgen im Vorfeld eines drohenden Angriffs über die jüngste Fluchtaufforderung an die Bevölkerung im Südlibanon. In einem Beitrag auf X richtete Adraee die Warnung an die Einwohner der Stadt Tyros, darunter auch an die Bevölkerung des christlichen Viertels der historischen Stadt. Wörtlich heißt es:

    "Angesichts der Verletzung des Waffenstillstandsabkommens durch die terroristische Hisbollah-Miliz und deren Angriffe auf Israels Hinterland sehen sich die israelischen Streitkräfte gezwungen, entschlossen gegen diese vorzugehen. Die israelischen Streitkräfte haben nicht die Absicht, Ihnen Schaden zuzufügen. Aus Sorge um Ihre Sicherheit fordern wir Sie dringend auf, Ihre Häuser unverzüglich gemäß dem auf der Karte eingezeichneten Gebiet zu verlassen." 

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