International

Liveticker Ukraine-Krieg – Schoigu: Angriff auf Kiew kann jeden Moment kommen

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Schoigu: Angriff auf Kiew kann jeden Moment kommenQuelle: TASS © Sergei Sawostjanow
  • 28.05.2026 17:58 Uhr

    17:58 Uhr

    EU will vorerst keinen Russland-Gesandten ernennen

    Die EU wird vorerst keinen Chefverhandler für mögliche Friedensverhandlungen mit Russland im Ukraine-Krieg ernennen. Ein solcher Schritt werde von der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas und führenden EU-Staaten wie Deutschland derzeit nicht als sinnvoll angesehen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa) unter Berufung auf mehrere ranghohe EU-Beamte und Diplomaten. Zugleich ist den Angaben zufolge geplant, die Vorbereitungen für weitere Russlandsanktionen voranzutreiben.

    Demnach werde nicht davon ausgegangen, dass Russlands Präsident Wladimir Putin überhaupt verhandlungsbereit sei. Statt über Personen soll zunächst über Strategiefragen geredet werden. Eine EU-Beamtin wird mit den Worten zitiert:

    "Wir müssen uns darauf verständigen, worüber wir mit Russland sprechen wollen."

    Es gelte zu klären, wie die EU diplomatische Bemühungen um ein Ende des Krieges unterstützen könnte.

  • 17:32 Uhr

    Podoljaka: Kiewer Truppen stehen vor großen Problemen angesichts fehlender Reserven

    In seinem jüngsten Überblick über die Lage an den Fronten des Ukraine-Krieges hebt der Blogger und Militäranalyst Juri Podoljaka einmal mehr die katastrophale personelle Lage der Kiewer Truppen hervor.

    Trotz des Mangels an Kräften versucht Kiew, das Blatt im äußersten Westen zu wenden, und setzt den russischen Truppenverband Dnjepr enorm unter Druck. Dieser allerdings ist bewusst zur strategischen Verteidigung übergegangen und schont seine Kräfte, während das offensive Vorgehen Kiews zu enormen Verlusten beim Gegner führt.

    Der krasse Personalmangel zeigt sich an allen aktuellen Brennpunkten entlang der gesamten Frontlinie. Am Frontabschnitt Sumy ist "die Lage des Gegners dermaßen schlecht, dass die Dynamik an diesem Frontabschnitt von alleine zunimmt", so der Ukrainer Podoljaka, der aus einem Dorf in der Gegend von Sumy stammt.

    Sein Überblick über die Lage an der Front bekommt angesichts der aktuellen Ereignisse eine persönliche Note. Man sieht Podoljaka an, dass er sich über die Vorstöße der russischen Truppen in der Gegend, wo er aufgewachsen ist, besonders freut und auf eine baldige Befreiung seiner Heimat hofft.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 16:51 Uhr

    Zwei Tote und sieben Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 45 Ortschaften im Gebiet Belgorod

    Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 45 Ortschaften in acht Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 20 Geschosse abgefeuert und 121 Drohnen eingesetzt, von denen 58 abgeschossen worden seien.

    In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. In der Siedlung Nowaja Tawolschanka seien bei der Attacke einer FPV-Drohne auf ein Auto eine Frau und ein Mann ums Leben gekommen. Bei einer ähnlichen Attacke habe eine Einwohnerin der Siedlung Dwulutschnoje Verletzungen erlitten. Auf der Straße zwischen den Siedlungen Starowschtschina und Nischneje Berjosowo-Wtoroje sei ein Mann verletzt worden, als eine ukrainische Drohne sein Auto angegriffen habe. Bei der Abwehr einer Drohnenattacke auf die Siedlung Dolgoje seien fünf Kämpfer der Drohnenabwehreinheit Orlan verletzt worden. Außerdem habe am Mittwoch ein Mann, der noch am 25. Mai bei der Detonation einer ukrainischen Drohne in der Siedlung Oktjabrski ein Explosionstrauma und ein Barotrauma des Ohres erlitten habe, eine medizinische Einrichtung aufgesucht.

    Der Krisenstab meldet zudem Sachschäden. Demnach seien in den letzten 24 Stunden zwölf Einfamilienhäuser, zwei soziale Einrichtungen, ein Geschäft, ein Betrieb, eine Produktionshalle, eine Stromleitung, drei Lkw, ein Kleintransporter und sieben Autos zerstört oder beschädigt worden.

  • 16:20 Uhr

    Schoigu: Angriff auf Kiew kann jeden Moment kommen

    Russland kann den Schlag gegen Kiew, vor dem kürzlich gewarnt wurde, jeden Moment unternehmen. Dies erklärt Sergei Schoigu, der Sekretär des russischen Sicherheitsrates, gegenüber der Nachrichtenagentur TASS.

    Moskau stünden alle Mittel zur Verfügung, um einen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt auszuführen. Die russische Armee habe bereits demonstriert, wie stark ein solcher Schlag sein könnte. Die Warnung an ausländische Diplomaten, Kiew zu verlassen, sei ganz ernst und bewusst, hebt Schoigu hervor.

    Der Beamte erinnert daran, dass der Angriff als Reaktion auf die Terrorattacke auf Starobelsk dienen würde, bei der mehrere junge Männer und Frauen ums Leben kamen.

  • 15:40 Uhr

    Rjabkow: Eine strategische Niederlage Russlands ist absolut unmöglich

    Der stellvertretende russische Außenminister Sergei Rjabkow hat in Moskau gegenüber Journalisten betont, dass eine strategische Niederlage Russlands, einer Atommacht, ausgeschlossen sei. Moskau werde zudem nicht zulassen, dass die Untersuchung des Angriffs der ukrainischen Streitkräfte auf die Berufsschule in Starobelsk einfach so unter den Teppich gekehrt werde.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 15:19 Uhr

    Befreiung von Nowowassilewka im Gebiet Charkow erschwert gegnerische Logistik

    Die Kontrolle über Nowowassilewka im Gebiet Charkow stört die Logistik der ukrainischen Streitkräfte an dem Abschnitt der Frontlinie. Laut dem russischen Verteidigungsministerium würden unter anderem der Nachschub von Munition und Lebensmitteln sowie Ablösungen von Truppen erschwert.

    Einheiten des Truppenverbandes Nord setzten ihren Vorstoß gleichzeitig an mehreren Abschnitten der Frontlinie fort, betont das Verteidigungsministerium. Damit werde eine Sicherheitszone in den Gebieten Sumy und Charkow allmählich hervorgebracht.

  • 14:57 Uhr

    Kiew wird mehrere Gripen-Kampfjets von Schweden bekommen

    In einer ersten Tranche soll die Ukraine 20 moderne Kampfjets vom Typ Saab JAS 39 Gripen E erhalten, kündigt der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson auf einer Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij. Die beiden Parteien planen, ein Abkommen möglichst schnell abzuschließen, damit die Lieferung der mit einem EU-Darlehen von 2,5 Milliarden Euro bezahlten Flugzeuge bis etwa 2030 erfolgen könnte.

    Außerdem sei vorgesehen, der Ukraine 16 Maschinen der älteren C/D-Variante zu spenden, sobald das Abkommen unterzeichnet worden sei.

  • 14:30 Uhr

    SWR: Waffen aus der Ukraine "zirkulieren" frei in Europa

    Waffen aus der Zone der Kampfhandlungen in der Ukraine "zirkulieren" unkontrolliert in europäischen Ländern, erklärt Sergei Naryschkin, der Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes (SWR), auf einem Sicherheitsforum. Die Waffen sollen unter anderem Anhängern internationaler Terrorgruppierungen in die Hände fallen.

    Außerdem merkt Naryschkin an, dass Kiew regelmäßig körperliche Gewalt denjenigen europäischen Politikern androhe, die kein Geld aus dem staatlichen Haushalt zur Unterstützung der Ukraine entsenden möchten.

  • 13:57 Uhr

    Experten: Angriffe auf Kiew markieren Paradigmenwechsel

    Russische Militär- und Sicherheitsexperten äußern ihre Einschätzungen zum ukrainischen Angriff auf Starobelsk und den darauffolgenden Vergeltungsschlägen gegen Kiew. Dabei zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab, während Moskau zugleich ein deutliches Signal an den Westen sendet.

    Mehr dazu lesen Sie hier auf unserer Webseite.

  • 13:30 Uhr

    Peskow: Bislang keine Vorschläge der EU über Verhandlungen

    Die EU-Länder haben bislang keine Vorschläge für Ukraine-Verhandlungen mit Russland gemacht. Dies erklärt Kremlsprecher Dmitri Peskow gegenüber der Nachrichtenagentur TASS. Auf eine entsprechende Frage antwortet Peskow:

    "Nein, sie sind an uns nicht herangetreten."

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.